Edit: Ein Monat ist Jamie/Pan nun hier und war mit uns im Winterurlaub in den Alpen.
Und hier der Überblick:
Artgenossen:
Er ist ein Hundekontakt-Hund, möchte zu jedem anderen Hund hin, auch angeleinten… Da muss man ihn früh genug zurückrufen, sonst ist der Rückruf weg und er geht begrüßen. Da er selbstbewusst-freundlich ist und Abstand hält, wenn der andere Kontakt nicht möchte, passiert nichts, aber daran muss natürlich trotzdem noch gearbeitet werden. Für jede Spielaufforderung ist er zu haben.
Wildfährten:
Nach mehreren Begegnungen mit fliehenden Rehen am helllichten Tag findet er Wild doch spannend, ist aber sehr gut kontrollierbar, wenn man mit ihm unterwegs aufmerksam in der Kommunikation bleibt. Falls nicht ist er blitzschnell…
Pferde:
Findet er interessant und folgt ihnen freundlich, wenn sie sich langsam bewegen. Einer Reiterin, die ihr Pony auf dem Parallelweg in vollen Galopp durchgestartet hat, ist er blitzartig hinterher, um dann mit dem Pferd mitzulaufen, ohne jede Attacke. Option Reitbegleithund auf jeden Fall.
Katzen:
Sind voll ok.
Lärm/Geräusche/laute Ansprache:
Sind beängstigend. Jamie ist sehr geräuschempfindlich, egal ob es Gewitter, Böller, Maschinen oder Geschrei ist. Er meidet extrem und will weg.
Verkehr:
Beängstigend, wenn er laut und schnell ist oder ein einzelnes Fahrzeug auf dem Feldweg entlang kommt.
Schafe/Hütetrieb:
Er hat Interesse und durchaus zaghafte eigene Ideen (heading), die ausbaufähig sind. Sehr höflich, Marke: “Schweinchen Babe”. Für’s Selbstbewusstsein wäre weitere Hütearbeit sicher förderlich, aber nicht zwingend.
Kinder:
Sollten vernünftig genug sein, um Lautstärke und hektische Bewegungen kontrollieren zu können.
Handling:
Er lässt sich alles gut gefallen, außer der Hunde-Dusche. Die geht nur mit Leine. Wasser ist nicht sein Ding.
Er braucht nicht:
City-Rummel, hektische Hundeplätze oder Agility-Parcours, Lärm, unsouveräne Zwei- und Vierbeiner, hohe Erwartungen.
Er mag:
ausgiebige Feld-, Wald- und Wiesenrunden, coole Hunde, die ihm die Welt zeigen, ruhige, leise Kommunikation, Schafe, Hunde-Physio, Schmusen.
Interessenten:
Die am Border Collie in erster Linie die grenzenlose Kooperationsbereitschaft, das Clown-Wesen mit 1000 lustigen eigenen Ideen und die 24/7-Power schätzen, sind mit Jamie NICHT richtig beraten. Wer aber einen ruhigen, eher zurückgenommenen Hund sucht, den man ganz bewusst mit kreativen Lernmethoden (Clicker) erstmal ans Lernen heranführt, wer kontrolliert und ruhig führt und mit Meideverhalten geduldig, aber bestimmt umgehen kann, ist bei Jamie genau richtig.
Heute das erste Mal bei den Schafen. Hatte Interesse und ein paar schöne eigene Ideen. Das kann was werden.
Pan heißt jetzt Jamie und gewöhnt sich erstmal an das Leben in Deutschland. Er ist in Wuppertal in einer Pflegestelle.
Pan ist ein sanfter, schüchterner junger Border Collie. Er genießt die Geborgenheit eines Hundekumpels. Mit Menschen ist er vorsichtig, gewöhnt sich aber schnell an sie. Wegen seiner Schüchternheit sollte er nicht zu kleinen Kindern. Pan hat eine verkürzte Rute. Das stört ihn aber nicht. In seiner Vergangenheit hat
wohl jemand ein Stück abgeschnitten. Dies wurde aber nicht von einem Tierarzt gemacht.