Lenas Bericht über ihren Aufenthalt bei der Madra Rescue
Hallo, hier ist mein Bericht über meine Zeit bei Madra. Ich habe die  Gespräche zwar in Englisch in meinem Kopf, habe es aber fast alles einfachshalber übersetzt. Ich habe alles aus meiner rinnerung und nach bestem Wissen und Gewissen aufgeschrieben.
So - und jetzt viel Spaß beim Lesen!




Das sieht man wenn man dort mit den Hunden spazieren geht!
„Come over the hill and a half mile in th rd turns to th rite but u take the
boreen to the left. We are last hse. C u soon x. M“

Dieser Wegbeschreibung Marinas folgend bog ich in die kleine Straße ein und war schon ziemlich aufgeregt was mich die nächsten Tage erwarten würde. Acht Tage würde ich hier in diesem irischen Tierheim verbringen. Was, wenn ich mich einfach nicht mit den Leuten verstehe? Reichen meine Englischkenntnisse überhaupt aus? Was, wenn ich was falsch mache? Diese Fragen und weitere gingen mir durch den Kopf, als ich auf dem Gelände ankam. Ein kleiner alter Border stand alleine draußen vor der Tür des Wohnhauses. Innen hörte ich Stimmen und so klopfte ich unsicher an die Tür.

Ein Mann öffnete und begrüßte mich freundlich. Er sei Paul und Marina sei wie immer gerade mit Telefonieren beschäftigt, würde aber auch bald kommen. Der kleine Collie heisst „Shiny“. Dann kam Marina und begrüßte mich ebenso herzlich. Sie sei halt immer beschäftigt, und wie ich noch merken sollte ist das Handy ihr Hauptarbeitsgerät.

Dann unterhielten wir uns alle gut (hauptsächlich über Hunde ;-) ) und ich erfuhr zum Beispiel, dass sie die Zwinger eigentlich als Hundepension anfingen und sie erst seit etwa 10 Jahren als
Tierschutzorgansation arbeiten. Für Freitag hat sich ein Dokumentarfilmer angekündigt, der die Arbeit von Madra filmen will. Ansonsten hat sie mich noch gefragt ob ich noch Ausflüge
unternehmen möchte, oder abends noch irgendwie weg fahren möchte, sie bot mir auch ihr Auto an. Ich fand das alles sehr großzügig, aber zum einen bin ich ja sozusagen „zum Arbeiten“ und für die Hunde hergekommen und zum anderen bin ich bevor ich hierher kam schon in Irland herumgereist.

Während Marina wie den allabendlichen Papierkram erledigte, führte zeigte mir Paul zusammen mit „Rula“, ihrem anderen blue-merle-farbenen Border Collie, ihr großes Gelände. Das Tierheim liegt in Connemara, einer rauen, steinigen und moorigen Gegend im Westen Irlands. Hier wird noch viel gälisch gesprochen weshalb MADRA-nicht (nur) wie ich zuerst geglaubt habe als Abkürzung für „Mutt´s Anonymous Dog Rescue and Adoption“ gilt- sondern Madra auf gälisch „Hund“ bedeutet. Neben den Hunden besitzen Paul und Marina noch einige Katzen, Esel, Hühner und Enten.
Ansonsten kommen immer mal wieder Schafe und Connemaraponys auf ihr Gelände, die halbwild umherziehen.

Danach zeigte mir Marina endlich die Hunde. Als ersten Eindruck kann ich sagen, findet man die typische Tierheimsituation vor, nur dass es hier im Vergleich zu Deutschland etwas beengter zugeht.
Lurcher, Border Collie( -Mixe), Retriever, Staffordshire-Terrier, Deutsche Schäferhunde, Jack-Russel-Mixe, und allerlei Mischlinge, die treuherzig durch das Gitter blicken.

Grundsätzlich gibt es drei „Abteile“ die durch Türen abgetrennt sind:

· Zwei große Zwinger mit 3-4 Hunden mit Außenzwinger Vier kleine Zwinger mit 2 Hunden mit Außenzwinger · Sechs Einzelzwinger ohne Außenzwinger Vier davon mit jeweils zwei kleinen Zwingern innerhalb eines Zwingers.

Hier befindet sich zudem die „Küche“ in der das Futter aufbewahrt und zubereitet wird und die Näpfe gewaschen werden. Daneben befindet sich ein Raum in dem die Welpen untergebracht sind und die Decken aufbewahrt werden.

· Vier Zwinger mit Außenzwinger (für größere Hunde bestimmt) meist einzeln, manchmal zu zweit Zudem gibt es einen Trainingsraum. Insgesamt sind ohne Welpen ungefähr 35 Hunde dort. Unter anderem zeigte sie mir dann auch „Azul“ der gerade mit seinen Hundekumpels im Auslauf spielte, den Hund, den ich dann für IHiN mit nach Deutschland brachte. Mit einem guten Gefühl konnte ich an diesem Abend einschlafen.

Meistens liefen die Tage darauf auf folgende Art und Weise ab: Marina steht meistens so um 5.30-6.00 Uhr auf um die Hunde kurz zum „Pipi machen“ rauszulassen, ihr Futter zu richten und sie dann einzeln zu füttern. Die Hunde bekommen jeweils eine große Schüssel Trockenfutter mit etwas Wasser und werden nur morgens gefüttert. Ausnahmen sind natürlich Welpen und kranke Hunde.
Sie wollte dabei auch lieber alleine sein und ich durfte ausschlafen und so um 8.00-8.30 Uhr kommen um mit den Hunden zu laufen. Meistens musste ich einzeln mit den Hunden laufen, manche konnte ich aber auch zu zweit nehmen. Paul hat extra einen schönen Weg angelegt, der umzäunt ist und an dem sich überall am Wegesrand „Denkmäler“, vor allem mit Namen beschriftete Steine befinden, die an verstorbene Hunde erinnern. Für die Bewältigung dessen benötigt man etwa 10 Minuten. Das ist leider nicht viel, aber bei einer Person und so vielen Hunden geht das nicht anders.
Man darf mit den Hunden natürlich auch außerhalb des Geländes spazieren gehen. Zwischendurch musste ich die Näpfe waschen und den Hunden frisches Wasser bringen. Mittags, so ab halb drei, fing die ganze Lauferei von vorne an, so dass man Tag wenn man alleine ist, ungefähr 6-7 Stunden am Laufen ist. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, aber nach der 10ten Runde ungefähr fing es an anstrengend zu werden, vor allem wenn es regnete. Was mich allerdings sehr erstaunt hat, ist das die meisten Hunde musterhaft an der Leine gehen und nicht so rüpelhaft wie ich mir das vorgestellt hatte. Oft kamen aber auch Freiwillige die mithalfen, so dass es meist nicht ganz so anstrengend wurde. Das Einzige was ich an dieser Stelle zu bemängeln hätte oder was ich nicht so ganz verstanden habe ist dass es oft kein richtiges System gab, welche Hunde „ an der Reihe“ sind. So kam es vor dass mit manchen Hunden schon 2-3 mal rausgegangen wurde, während andere noch gar nicht draußen waren. Aber vielleicht beruhte das einfach auf mangelnder Kommunikation. Jeden Tag war aber auch einer der zwei Männer, Vince und Mike, da die mithalfen. Sie waren eigentlich arbeitslos, aber der irische Staat hat, wenn ich das so richtig verstanden habe, angeordnet, dass Arbeitslose die wieder Arbeit haben möchten in so einer „wohltätigen“ Organisation mithelfen müssen. Meist lief ich mit den Hunden während einer von ihnen die Zwinger reinigte.

Am Donnerstag erzählte Marina mir dass sie den Tierarzt für morgen bestellt hat, um „Shiny“ einzuschläfern. Für mich war das ganz schlimm, sie war zwar schon 18 Jahre alt, ziemlich apathisch und etwas inkontinent, aber im in meinen Augen wollte sie noch nicht sterben. Zum Glück ging es „Shiny“ dann doch wieder besser und Marina sagte den Termin ab.
Mit „Shiny“ hat Marina sehr viel erlebt, sie hat sogar in einigen Disneyfilmen mitgespielt. Für den Dokumentarfilm wollte Marina zeigen, dass auch Hunde aus dem Pound super tolle Hunde sein und werden können.

Dafür sollte ich Stella, einer süßen, einjährigen Staffordshire-Terrierhündin „Sitz“ beibringen. Da ich bisher mit „Staffies“ kaum Kontakt hatte muss ich sagen, dass ich während meines Aufenthalts bei MADRA echt Fan dieser Rasse wurde. Vor allem Stellas „will to please“ soll bei ihr enorm ausgeprägt sein, so dass sie, wie Marina meinte „ a dream of every dog trainer“ ist. Mit Clicker-Training hat sie „Sitz“ auch ganz fix kapiert. Marina hat ihr in kurzer Zeit Tricks beigebracht, wie etwa Türen zu machen, Laut geben , Rolle, Sachen suchen. Schade nur, dass grundsätzlich für das richtige Training mit den Hunden schlichtweg die Zeit fehlt.

Am Freitag kam dann der Mann, der die Dokumentation drehen wollte. Zunächst einmal sollten wir mehrere Runden mit den Hunden auf dem angelegten Weg gehen. Dafür hat Vince, einer der
Helfer der öfters da ist, auch noch seine Kinder mitgebracht. Der Film sollte insgesamt zeigen, dass es bei Madra ganz tolle Hunde gibt und dass die Leute gerne auch mit ihren Kindern hierher
kommen können um mit den Hunden zu laufen. Stella musste ihre Tricks vorführen und Marina wurde auch noch interviewt und zeigte einen misshandelten Border Collie, der von einer Kette
Verletzungen am Hals hatte. Plötzlich sagte Marina dass ich jetzt auch interviewt werden würde. Oh mein Gott, und das auf Englisch...

Er stellte mir eigentlich die gleichen Fragen die mir sonst auch von Marina oder ihren Helfern gestellt wurden. Wo ich herkomme, ob es harte Arbeit ist, was ich an der Arbeit mag, warum ich hergekommen bin, was mir an Madra besonders gefällt ist und so weiter. Viele der Iren verstanden nicht, dass ich meine Ferien hier mit den Hunden verbringe. Aber ich habe nun mal über die schlimmen Zustände in Irland erfahren und es macht mir große Freude, die verschiedenen Charaktere der Hunde zu beobachten und zu sehen wie glücklich sie sind wenn man sie aus dem Zwinger holt. Da ich noch Schülerin bin und damit ein Übermaß an Ferien habe, könnte ich mir eh nichts sinnvolleres für diese Zeit vorstellen. Was mir persönlich an Madra besonders gut gefällt ist, dass sie nicht nur-aber eben vor allem- Hunde retten sondern eben auch dass sie versuchen, das Image der Hunde und die grundsätzliche Einstellung der Iren gegenüber Hunden zu verbessern. Dies tun sie indem sie z.B. Schulen oder Pflegeheime mit den Hunden besuchen.

Traurig ist natürlich immer wenn man die Einzelschicksale mitbekommt. Da gab es zum Beispiel eine ganz liebe Jack Russel Terrier Hündin. Sie war in einem Pound und bekam einen Tag vor ihrem Tötungstermin ihre Welpen. So nahm Madra sie mit ihrem neun Babys auf. Diese durfte ich auch impfen und entwurmen, was ich sehr spannend fand. Wer einen Hund von Madra adoptiert muss mindestens 150 Euro bezahlen, und falls er noch nicht kastriert ist eine Kaution zurücklassen bis man dies erledigt hat. Zudem wird das Zuhause noch durch Marina oder eine der Helfer kontrolliert.
Wird ein Hund vermittelt, kann man sicher sein das am nächsten Tag wieder ein neuer im Zwinger sitzt. Manchmal kam Marina abends an und hatte den Van wieder voller Hunde. Oft sind es Abgabetiere, aber auch welche aus dem Pound oder Streuner. Einmal kam auch ein offizieller „Hundefänger“ und gab einen Hund ab. Marina hat eine Riesenliste mit Leuten, die sie angerufen haben weil sie ihren Hund loswerden wollen.

Am Samstag war Marina auf eine Geburtstagsparty in einem Pub eingeladen, auf die sie mich mitnahm. Da spürte ich wieder die Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit der Iren. Das Geburtstagskind war wie Marina und viele andere Gäste Tierarzthelferin, und so diskutierten viele mit mir über die Tierschutzsituation Irlands im Vergleich mit der Deutschen. Eine Kastration kostet hier nur etwa halb soviel wie in Deutschland, aber Marina meinte selbst wenn es nur 20 Euro wären würde niemand kastrieren. Was fehlt ist die grundsätzliche verantwortungsbewusste Einstellung der Menschen gegenüber ihren Hunden. Häufig wird einfach „Ach wie Süß“ ein Welpe angeschafft der später wenn er einem „über den Kopf gewachsen ist “ dann im Pound „entsorgt“ wird. Ansonsten kann man sich ja wieder einen neuen Welpen kaufen. Ich konnte auch nicht genau erklären, warum „wir“ in Deutschland bei unserem Verhältnis zu Haustieren (meistens) so anders sind. In manchen Gebieten wird es wahrscheinlich selbst heutzutage bei uns noch so sein dass Katzenbabys einfach ertränkt oder erschlagen werden, und in Irland ist das eben so mit den Hunden. Trotzdem ist es für mich als Außenstehende doch schwierig zu beurteilen wie die Iren im Allgemeinen „drauf“ sind, da ich insgesamt nur drei Wochen auf der Insel verbracht habe, aber ich glaube der Bericht von Beatrix Urban
beschreibt die Situation wirklich gut und wurde mir so auch bestätigt. Am Sonntag fand dann ein Fundraising Walk statt. Das ist eine Art Spaziergang mit Hunden bei welchem Spenden
eingesammelt werden. Zuvor fuhren wir zum Charity Shop, das ist ein großer Second Hand Laden zugunsten von Madra, der drei Tage die Woche geöffnet hat und von Freiwilligen geleitet wird.
Eigentlich gibt es sogar zwei Charity Shops, eben den Großen in Galway und noch einen kleineren in einem Dorf. Da ich so etwas wie einen Fundraising Walk aus Deutschland bisher noch nicht kannte, werde ich dieses “System“ näher erläutern: Jeder der Teilnehmer konnte sich im Vorfeld für diesen Spaziergang anmelden und erhielt eine „Spendenkarte“.

Dann konnte er Verwandte, Freunde, Bekannte usw. um Spenden bitten und den Betrag und den Namen des Spenders in diese Karte eintragen. Diese wurde dann mit dem Geld an diesem Tag
abgegeben und der Teilnehmer bekam anschließend eine Tüte mit Hundesnacks und Wasserflasche von einem Haustierbedarfladen dem Sponsor der Veranstaltung und konnte sich mit den Teilnehmern den etwa 5 km langen Rundweg beginnen. Jeder Teilnehmer spendete zwischen 20 – 300 Euro, so dass am Schluss etwa 5000 Euro herauskamen, die unter drei Tierschutzorganisationen aufgeteilt wurden. Am Schluss gab es dann noch Sandwichs, Kekse und Getränke für alle. Zudem kauften wir dort eine Flugbox für Azul.

Im gleichen Zug haben wir noch fünf erwachsene Hunde und sechs der Welpen mitgebracht, die auf dem Parkplatz in einen Transporter nach England umgeladen wurden. Jede Woche kommt dieser Transporter und bringt Hunde nach England. Vor allem Border Collies für die Organisation „Border Collie Trust“ und für die Organisation „Blue Cross“ vor allem kleine Hunde. Schade finde ich nur dass Madra von diesen Organisationen keinen Cent für die Hunde bekommt und sogar für den Transport der Tiere nach England selbst noch zahlen muss, was pro Hund etwa 50 Euro kostet. Natürlich ist das nicht fair von den „ Engländern“ aber andererseits kann ich Madra in diesem Fall verstehen, da es in England einfacher ist für diese Hunde ein Zuhause zu finden und dass sie so auch wieder Platz für „neue“ Hunde haben.

Trotzdem ist es natürlich einfacher die Hunde nach England als in irgendein anderes Land zu bringen, da es zum einen näher ist und zum anderen keine Impfungen benötigt werden.

Mittwochabend musste ich mich dann leider wieder von allen verabschieden und dann fuhr Paul Azul und mich zum Flughafen nach Dublin.

Fliegen mit Hund
Zunächst einmal musste ich ganz normal einchecken und die Frau am Schalter begleitet mich dann zu einer Waage, auf der Azul mit Box gewogen wurde. Dann musste ich Azul kurz aus der Box holen damit überprüft werden konnte, dass er genug Platz in der Box hat. Anschließend führte mich die Frau zu einem extra Schalter bei dem ich Azuls Gebühr (200 Euro) und eine Flughafengebühr (15 Euro) bezahlen musste. Hier wartete ich ca. eine halbe Stunde bis ein Mann kam der Azul abholte und zum Flugzeug brachte. In Frankfurt konnte ich ganz normal zum Gepäckband gehen und Azul nach ca. 20 Minuten warten am Sperrgepäckband abholen. Als ich durch den Zoll ging fragte ich nach der Tierärztin, da ich gedacht hatte dass noch jemand seinen Impfpass/ EU-Ausweis sehen wollte. Als ich jedoch sagte, dass er aus Irland ist, meinte sie, dass das ja EU ist und sie ihn nicht anschauen müsste. Dann war ich auch schon draußen und konnte ihn seinen Abholern übergeben.
Ich habe nochmal im Internet recherchiert und festgestellt, dass Lufthansa nicht die einzige Fluggesellschaft ist, die Hunde von Irland nach Deutschland bringen könnte.

Fluggesellschaft Nachteil Vorteil Preis Euro
Lufthansa Teuer (200 Euro)
nur bis 22 kg? (ink. Box)
Direktflug 200
Air France Umstieg in Paris günstig Pauschal 75
Smart Wings Max 32 kg ink. Box 120
British airways Umstieg in London
Heathrow 125

Insgesamt gesehen hat mir die Zeit bei Madra sehr viel für mich selbst aber auch vor allem einen Überblick über die irischen Tierschutzzustände gebracht. Es war anstrengend und man fällt abends müde ins Bett, aber dafür sieht man glückliche Hundegesichter, wenn man sie für ein paar Minuten aus ihrem Zwingerleben rausholt. Wie jeder weiß wird mit Tierschutz oft Schindluder betrieben, weshalb es mir wichtig ist mir immer selbst vor Ort ein Bild zu machen, weshalb ich dann nach dem Aufenthalt Mitglied bei IHiN geworden bin. Ansonsten waren meine anfangs bestehenden Bedenken völlig unbegründet. Paul und Marina sind ganz tolle Gastgeber und mit dem Englisch hat es auch irgendwie geklappt, auch wenn ich sie und sie mich nicht immer gleich verstanden haben.

Was ich sehr bewundernswert finde ist, dass Marina trotz des ganzen Leid und „gegen Windmühlen kämpfen“ nicht wie viele andere total frustriert und resigniert ist sondern ihre Arbeit immer noch mit viel Enthusiasmus angeht und nie die Hoffnung verliert. Im großen und ganzen bin ich begeistert wie viele Anhänger Madra hat und wieviel diese unternehmen um Spenden zu sammeln. Schade finde ich jedoch, dass man für die Hunde an sich wenig Zeit hat. Es kommen zwar schon einige Helfer die mit den Hunden laufen, aber meiner Meinung nach sind es trotzdem zu wenige. Ich kann das auf jedenfall nachvollziehen, vor allem weil die Zwinger doch etwas außerhalb liegen. Trotzdem ist ein Tierheim immer noch ein Tierheim.
Es ist eine „Übergangslösung“ für die Hunde und deswegen kann da natürlich nicht alles perfekt sein. Wer selbst mal in Irland ist kann sich das ganze ja auch selbst mal gerne ansehen und mit den Hunden laufen.
Wir von Deutschland aus können in dieser Hinsicht leider wenig tun, aber es ist schon eine super Unterstützung einem dieser Hunde ein tolles neues Zuhause zu schenken. Ich selbst werde
spätestens dann wieder zurückkehren wenn ich selbst einen Hund adoptieren möchte :-). Gerne hätte ich auch selbst direkt einen mitgenommen, was aber leider auf die Schnelle nicht ging, da den Hunden die nötigen Impfungen fehlen. Toll, dass gerade eine Ladung Hunde hierher gebracht wurden :)

Marina hat uns dazu geschrieben: Sie ist auch ganz angetan von dem Bericht und wollte noch hervorheben, dass sie die ganze Zeit damit zu kämpfen hat dass immer zu viele neue Hunde bei MADRA ankommen und sie eigentlich ständig aus allen Nähten platzen.