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Irische Hunde in Not e.V.

Einen Hund zu haben bedeutet ....

  • es normal zu finden, daß zwei erwachsene Menschen nichts Wichtigeres zu tun haben, als auf dem Fußboden herumzurobben, um sich unter merkwürdigen Lautäußerungen mit einem Hund um ein Seil zu balgen oder unter Möbelstücken nach verlorenen Tennisbällen zu suchen
  • an Regentagen nach dem Hundespaziergang trotz Regenschirm mit einem klatschnassen Hosenbein heimzukommen, weil der Hund bei dem Versuch, sich unter Frauchens Schirm zu drücken, eine Wasserstandsmeldung hinterlassen hat
  • bei schwarzen Kleidungsstücken daran gewöhnt zu sein, daß sie gewolkt aussehen, als wäre man mit einem Wattebausch darübergefahren
  • entgegen aller guten Vorsätze den Hund zum gemeinsamen Mittagsschläfchen auf das Sofa zu bitten
  • angesichts von Dreckspritzern an weißen Küchenmöbeln nicht vorrangig über einen Putzlappen, sondern langfristig über die Anschaffung weniger schmutzempfindlicher Oberflächen nachzudenken
  • Hundehaare auf dem Fußboden und an allen möglichen sonstigen Stellen zwar nicht attraktiv, aber normal zu finden und sämtliche Entschuldigungen angesichts überraschendem unbehundetem Menschenbesuch tapfer herunterzuschlucken
  • die Wohnzimmereinrichtung zwar mit schönen Antiquitäten zu gestalten, aber keine Probleme damit zu haben, die große grellfarbige Plastik-Flughundebox neben den Biedermeiersekretär zu stellen, weil der Hund so gerne darin schläft
  • sich zwar stundenlang mit der Auswahl eines schönen Wohnzimmerteppichs Gedanken zu machen, denselben aber gleich anschließend durch Danebenlegen eines grauen Plüsch-Hundekissens mit widerlichem Muster zu 'entweihen', nur 'weil diese Kunstfaser-Hundeteppiche eben so praktisch, warm und leicht zu waschen sind...'
  • zu akzeptieren, daß Hunde vom 'Schöner Wohnen' zuweilen andere Ansichten haben
  • sich tagelang auf das Aufblühen der Kameliensträucher im Garten zu freuen und dann festzustellen, daß der Hund den richtigen Moment erwischt und die frisch geöffneten Kamelienblüten auf den Wohnzimmerteppich dekoriert hat
  • in einer schlaflosen Nacht sich im Bett herumzuwälzen, plötzlich das warme Schnaufen des Hundes im Ohr zu spüren, der einen Massageantrag stellt, der dann merkwürdigerweise den Kraulenden ebenso entspannt wie den Gekraulten
  • immer und jederzeit mit wahrem Enthusiasmus und ansteckender, großer Freude begrüßt zu werden
  • still darüber zu fluchen, daß es auch in 20 Jahren nicht gelingen will, den Hunden an Regentagen das Schütteln vor der Haustür beizubringen und sie sich dafür wie immer den strategisch günstigsten Platz vor dem mit tausend schmutzempfindlichen Kleinigkeiten gefüllten Glasregal im Wohnzimmer ausgesucht haben
  • nur noch wischfeste Tapeten zu kaufen, damit man die 'Bremsstreifen' an der Wand entlanglaufender Hunde besser abwischen kann..
  • sich nicht mehr darüber zu wundern, daß man von Leuten, die man täglich beim Spaziergang trifft, zwar nicht den Namen erinnert, aber genau weiß, wie ihr Hund heißt.
  • einen Tennisarm zu haben, nur weil der Hund es so liebt, hinter weit geworfenen Stöckchen herzurennen und man es beim gemeinsamen Training übertrieben hat
  • daß man (glücklicherweise selten) kochend vor Wut hundelos in der Botanik steht, weil der vierbeinige Hausgenosse sich für seinen kleinen Jagdausflug genau den Tag ausgesucht hat, an dem man zu einem wichtige Termin muß und nun stattdessen suchend im Wald umherirrt
  • beim Wochenendprogramm zwischen Ausschlafen, Sonntagsfrühstück, Rasenmähen und Einkaufen drei lange Hundespaziergänge einzuplanen
  • die Jahreszeiten und das Wetter viel intensiver zu erleben und auf Spaziergängen zu merken, wie schön die Natur ist
  • Gummistiefel und extra-große Goretexjacke im feuchten Herbst und Frühjahr zur Lieblingskleidung zu erklären und tapfer darüber hinwegzusehen, daß man auf allen Schnappschüssen mindestens 30 kg schwerer aussieht als man ist
  • wochenlang nach einem Wohnmobil mit reichlich Bodenfläche gesucht zu haben, um dann festzustellen, daß man das enge Fahrerteil nur mit einem Riesenspagat verlassen kann, weil sich die ganze Meute dort zusammendrängt
  • sich nachts im Dunklen nur schlurfend zur Toilette zu bewegen, damit man nicht auf den Hund tritt
  • sich manchmal gerne auf den Boden zu den Hunden zu setzen
  • morgens davon aufzuwachen, daß es gleichzeitig warm und kalt zieht, weil der Hund einem freundlich einerseits ins Ohr pustet und andererseits mit dem Schwanz wedelt
  • besonders beim Schmuddelwetter darüber nachzudenken, wie der heimische Flur wohl nach Umbaumaßnahmen (Einbau einer Dekontaminationsschleuse mit halbhohen Fliesen, Handbrause, Turbofönanlage und Bodenablauf) aussehen würde
  • sofort nach der Arbeit auf andere Gedanken zu kommen
  • das schöne Gefühl, nie allein zu Hause zu sein
  • den heimischen Bürostuhl nur noch mit allergrößter Vorsicht zu bewegen, damit nicht wieder ein paar Schwanzhaare ausgerissen werden
  • wenn man anstelle einer tollen Reise den Jahresurlaub zuhause verbracht hat, um ein paar Notwelpen aufzuziehen und dabei mehr Aufregendes, Schönes und Anstrengendes erlebt hat als in tausend fernen Ländern
  • damit zu leben, daß Hunde vor allem frisch geputzte Fensterscheiben erkennen können und genau darauf bevorzugt ihre Nasen drücken.
  • das lang ersparte Traumauto durch Ausbau der Rückbank, Einbau einer wasserfesten Hundedecke und einer aufblasbaren Fußraumfüllung sowie den Kauf von Hundegurten halbwegs alltagstauglich auszurüsten und festzustellen, daß es nach einmaliger Probefahrt aussieht, als hätte man es wochenlang benutzt ohne es zu putzen
  • über Sätze wie 'sie haben drei Hunde und keine Kinder, sind aber sonst ganz nett..' freundlich zu lächeln
  • andere Menschen schon aus großer Entfernung aufgrund ihrer Körperhaltung als Hundehasser und Hundefreunde einzustufen
  • darüber zu lachen, wenn sich der Hund genau den Zeitpunkt vor der langen Urlaubsreise ausgesucht hat, um sich in einem stinkenden Haufen zu wälzen
  • stundenlang mit anderen, eigentlich fremden Leuten über so interessante Themen zu diskutieren, wie man Zecken am besten entfernt und welche Vorzüge welcher Fellstriegel hat
  • über den schweren Wasserkasten beim Einkauf zu klagen, aber den 26 kg wiegenden Eurasierrüden problemlos allein hochzuheben, wenn es sein muß
  • mit Briefwaage, Taschenrechner und Fachbuch einerseits eine vollwertige Hundemahlzeit zu produzieren und sich andererseits danach eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben
  • sich nicht mehr darüber zu wundern, daß sich vollgesogene Hundezecken vorzugsweise auf helle Teppichböden fallenlassen und man sie trotz des Farbkontrastes erst so richtig bemerkt, wenn man draufgetreten ist
  • nie um ein passendes Wort verlegen zu sein, wenn man mit Gästen gerade eine schöne Mahlzeit zu sich genommen hat und Würgegeräusche unter dem Tisch erkennen lassen, daß der Hund sich anschickt, seine samt Grasbüscheln ect. auf dem Teppich zu deponieren
  • zu registrieren, daß man früher fand, Hunde würden stinken und nun den eigenen Hund als ausgesprochen wohlriechend erlebt und Hundewelpen noch viel mehr
  • auf der Basis einer wunderbaren Freundschaft vielen Lebensunbillen etwas gelassener, humorvoller und ausgeglichener zu begegnen
  • festzustellen, wie unerträglich still ein Haus sein kann, wenn der Hund gestorben ist...
  • den größten Kaufrausch nicht in einer In-Boutique sondern im Outdoor-Outlet zu erleben
  • sich nicht zu erschrecken, wenn ein Hund direkt neben einem kläffend hochfährt, während der Besuch auf dem Sofa fast einen Herzkasper erleidet
  • es schön zu finden von einer kalten Hundenase gestupst zu werden
  • beim Lesen auf der Couch ganz unbewusst die weichen Ohren des danebenliegenden Hundes zu kraulen
  • einen launigen Spruch parat zu haben, wenn das Hundi in großer Gästerunde unter dem Tisch Flatulenzen löslässt, dass das Dach abhebt:-))
  • ernsthaft in Ueberlegung zu ziehen, statt einer supermodernen Einbauküche nur noch Verkaufsautomaten aufzustellen, in denen die Waren hunde-aufknacksicher untergebracht sind!!
  • sich über die abrasierten Barthaare im Waschbecken beschweren, aber die Hundehaare aufm Bett ignorieren
  • seine Gassifreunde übersehen, wenn sie mal sauber und ordentlich angezogen sind
  • beim Essen automatisch die "entfernt Hundehaare aus dem Mundwinkel"-Bewegung zu machen, egal ob gerechtfertigt oder nicht.
  • wenn Besucher da sind, vorher saemtliches Essen und Geschirr nach Hundehaaren abzusuchen, weil es ja Menschen geben soll, die sich davor ekeln
  • den Hundenamen einen Hund/Mensch-Paares zu wissen, aber nicht den des Halters
  • die abgeschlabberten Brillengläser mit einem Schmunzeln zu putzen und nicht im Traum dran zu denken, die Bussis "abzustellen"
  • einen Cat & Dog Staubsauger zu kaufen, obwohl der 200 Euro mehr kostet als ein normaler
  • anstatt am Sonntag bis 10 in der Kiste zu liegen, um 05:30 das Hunde-Frühstück zu servieren
  • im Regen Agility zu trainieren und sich zu freuen, dass der Hund nicht schwitzen muß
  • man jede Art von Gummistiefel kennt und weiß wo´s die gibt, Landhandel, Bauernversand
  • am Parkeingang nach Ordnungshütern Ausschau zu halten, um ggf. erleichtert die Leinen abzumachen
  • stundenlang mit einer nie gekannten Leidenschaft Stadtpläne zu wälzen um entweder den Hundeplatz des nächsten Turniers zu finden oder die nächsten Trails auszuarbeiten
  • darüber zu lachen, wenn Hund was ausgefressen hat und mit einem Engelsblick den Kopf auf den Schoß legt, während das Hinterteil fröhlich umherwackelt
  • auch andere Hunde inzwischen am Bellen zu erkennen
  • dem in der zweiten Betthälfte liegenden Zweibeiner für sein Schnarchen Haue zu geben, während man das nächtliche Gegrunze der Hunde als Wohltat für die Seele ansieht
  • für sich selber nur megareduzierte Billigware zu kaufen, während die Hunde alles nur vom Feinsten bekommen (sowohl was Essbares, als auch Zubehör angeht)
  • alle Geburtstage der Hundefreunde des eigenen Vierbeiners im Kopf zu haben, während man ohne Kalender selbst den vom Lebensgefährten nicht behalten kann
  • sich selber und seinen Gästen TK-Pizza aufzutischen, weil kochen blöde ist, aber dem Hund, wenn ihm ein Bäuerchen quer saß, 3mal täglich frisch zu kochen, wenn es ihm dann nur ja besser geht
  • das gute Porzellan und die feinen Gläser zu verschenken, damit der Platz im Schrank frei ist für Hundespielzeuge
  • alle 3 Wochen neue Schuhe zu kaufen, weil spätestens dann von Frauchens aktuellen Lieblingsschuhen der jeweils linke unauffindbar versteckt wurde vom irischen Schuhfetischisten ;)
  • bei Gewitter um 21 Uhr den Staubsauger anzuschmeissen, weil es dem Hund dann besser geht
  • Rücken an Rücken auf der Couch zu liegen und das trotz Platzmangel zu genießen
  • im Eisbecher immer noch nen Rest drin zu lassen für die Pelznasen
  • lieber auf ein Hundeseminare zu fahren wie Städtereisen zu buchen
  • mehr Hunde taugliche Schlabberklammotten zu haben wie andere Sachen um sich dann bei einer Festivität zu fragen "oh gott was zieh ich denn nur an"
  • nach dem Matschspaziergang in der kalten Jahreszeit auszusehen wie ein Schwein und trotzdem so einkaufen zu gehen, weil es einfach sch....egal ist
  • das tap, tap, tap auf Laminat zu lieben
  • am Schlapp-Schlapp-Geräusch in der Küche vom Wohnzimmer nebenan aus zu wissen, welcher Hund am Wassernapf steht
  • mit 3 bunten Hundeleinen um den Hals und Zerrstricken und Wurfkongseilen aus den Jackentaschen hängend in der Supermarkt-Kassenschlange zu stehen und sich zu wundern, wieso die Leute komisch gucken
  • wenn man beim Tierarzt jemanden weinend aus der Praxis kommen sieht, sofort selbst das Wasser in den Augen haben
  • lieber mit älteren Leuten Wanderurlaub machen, anstatt mit gleichaltrigen in den Süden zu fliegen, da man ja da seinen geliebten 4-Beiner schlecht mitnehmen kann und ihn auf keinen Fall an jemand anderen abgeben möchte...
  • die eigenen Kinder als Weicheier zu bezeichnen, wenn sie wegen blutige Knie jaulen, aber wegem einem leichten Humpeln des Hundes sofort die TA-Telefonnr im Kopf zu haben und sich die schlimmsten Gedanken zu machen
  • Rückenschmerzen und kaputte Kniescheiben vorlegen, wenn man am Haus was machen sollte, aber mit Hingabe 1,5 Std auf dem kalten Boden knien um die Hunde durchzubürsten und danach nur noch mit Hilfe hochzukommen
  • nur noch in Restaurants zu gehen, wo Hunde erlaubt sind,
  • auch mit einem Bänderabriß im Knie schön fleißig weiter durch den Wald laufen, Hund braucht ja Auslauf
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